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Sprossen – selber ziehen

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Die kleinen, würzigen Keimlinge, werten mit ihrem Reichtum an hoch bioverfügbaren Mineralstoffen, Vitaminen, lebendigen Enzymen und aktiven Antioxidantien, jede Mahlzeit hervorragend auf. Gesundheit pur, die sich jeder zu Hause ganz leicht ermöglichen kann.

Sprossen, so klein sie auch sind, sind die absoluten Champions unter den Lebensmitteln, wahre Vitalstoff-Kraftwerke. Je länger sie treiben, desto mehr Nährstoffe enthalten sie. Zum Beispiel Brokkolisprossen bilden während des Keimvorgangs krebshemmende Stoffe. Während ungekeimte, trockene Erbsen keinerlei Vitamin C enthalten, liefern gekeimte Erbsensprossen weitaus mehr
Vitamin C als frische Orangen. Sprossen sind sehr reich an aktiven Enzymen, wertvollen Antioxidantien und anderen Vitalstoffen. Und das beste an diesem Superfood ist, dass man sie das ganze Jahr über in den eigenen vier Wänden selbst ziehen kann. Selbst gezogene Sprossen sind nicht nur billiger, sondern auch frischer als gekaufte Ware. Beim Verzehr von Sprossen können diese bioverfügbaren Enzyme unseren Organismus aktivieren und uns dabei helfen, die Nährstoffe, die wir mit unserer Nahrung zu uns nehmen, besser zu verdauen. Ein Salat aus verschiedenen Sprossen enthält – verglichen mit einem herkömmlichen Salat aus beispielsweise Kopfsalat – fünfmal mehr Proteine, sechsmal mehr Vitamin C und siebenmal mehr Vitamine des B-Komplexes – und kostet ganz nebenbei nur die Hälfte!

Sprossen weisen zudem unter allen Nahrungsmitteln die höchste Konzentration an Nährstoffen pro Kalorien auf. Zudem enthalten sie große mengen an Antioxidantien die Zellschäden abwenden und uns zugleich vor zu frühem Altern schützen.

Sie können auf unterschiedlichste Weise verwendet werden – in Salaten, Smoothies, in Suppen, in Gemüsepfannen, auf dem Brot, in Soßen, etc.

Sprossen selbst ziehen – Worauf man achten sollte

Alles was man braucht ist ein spezielles Glas, Wasser und die Keimsaaten. Keimgläser mit einem luftdurchlässigen Deckel bekommt man mittlerweile fast in jedem Reformhaus oder Naturkostladen.

Natürlich kann man Sie aber auch auf die ursprüngliche Art mithilfe eines umgekehrten Einweckglases (mit einem Sieb oder stück Stoff als Deckel) ziehen, oder auf moderne und zeitsparende Keimgeräte zurückgreifen, die die Sprossen in regelmäßigen Abständen automatisch mit Wasser versorgen und durchspülen.

Doch egal welches Produkt man wählt – ob Marke Eigenbau, automatisch oder manuell – das Prinzip der Sprossenzucht ist immer das selbe:

Die Sprossen brauchen Luft und Feuchtigkeit um zu keimen. Sie sollten daher reglmäßig mit frischem Wasser durchgespült werden, damit sie feucht bleiben, aber nicht im Wasser liegen und nicht schimmeln. Die Keimzeit variiert je nach Art der Sprossen und nach persönlichen Vorlieben zwischen 2 und 8 Tagen.

Regeln zum Ziehen von Sprossen

Beim Ziehen von Sprossen können prinzipiell zwei grundlegende Dinge schief laufen: Entweder die Sprossen vertrocknen, oder sie fangen an zu schimmeln. Wenn ihr aber die folgenden Punkte beachtet, sollten jedoch keine Probleme beim Sprossenziehen auftreten.

Passende Größe der Öffnungen bzw. der Maschen des Keimbehälters, damit die Samen nicht durchfallen können.

Die Keimlinge regelmäßig und mehrmals täglich (mind. 3x) mit frischem Wasser spülen.

Die Keimlinge müssen feucht sein, aber Sie dürfen nicht im Wasser liegen.

Die beste Temperatur ist normale Raumtemperatur. Es darf nicht zu kalt oder zu heiß sein.

Anleitung:

2 EL ( 20 g ) Samen in ein Glas mit 1 L Fassungsvermögen geben und zu zwei dritteln mit Wasser ( Zimmertemperatur 24°C ) auffüllen. Je nach Samen Sorte 3 – 8 Stunden, oder über Nacht einweichen lassen. Siehe Packungsanleitung. Je härter die Samen sind desto länger müssen sie eingeweicht werden.

Einweichwasser abgießen und die Sprossen mit Wasser abspülen. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben. Kälteres Wasser verlangsamt den Wachstumsprozess, zu heißes Wasser führt zur Schimmelbildung.

Das Glas in einem 45 Grad Winkel an einem schattigen Ort stellen. Damit die Samen gut zirkulieren können, sollten sie nicht die gesamte Öffnung bedecken. Je nach Raumtemperatur sollten die Sprossen 2 – 3 mal täglich gespült werden. Je wärmer sie stehen, desto öfter spülen.  Am 4. – 5. Tag sind die Sprossen fertig. Nun müssen sie einen Tag ins Sonnenlicht, damit sie Chlorophyll bilden.

Die Samen ein letztes mal  gut durchspülen und  in eine Schüssel mit kalten Wasser legen.  Vorsichtig bewegen, damit sich die Samenschalen an der Oberfläche sammeln. Die Schalen abschöpfen.

Die Sprossen aus der Schüssel nehmen und trocknen lassen (in einem Sieb oder Tuch). Wenn ihr sie nicht gleich essen wollt, müssen sie komplett trocken sein. Niemals feuchte Sprossen im Kühlschrank aufbewahren, dort können sie leicht schimmeln. Man kann sie in ein stück Küchenkrepp einwickeln  und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.

Getreide Keimen lassen?

Lässt man Getreide (Roggen, Kamut, Hafer, Dinkel, Gerste, etc.) zu Sprossen oder gar Gras  keimen, dann handelt es sich nicht mehr um Getreide, sondern um gesundes, frisches Gemüse. Das schwer verdauliche Eiweiß verwandelt sich unter Einwirkung von Enzymen in leicht verwertbare Aminosäuren.

Anbau:

Für Getreide gelten ähnliche Regeln. Ca. 400 g Körner ungefähr 8 – 12 Stunden in Wasser (in einem 1 Liter Glas) einweichen lassen. Das Wasser abgießen, die Körner handwarm spülen und im 45 –Grad-Winkel an einen schattigen Ort, 12 bis 24 Stunden lang, ziehen lassen. Zweimal täglich  mit handwarmen Wasser spülen.  Getreidesprossen sollten nicht länger als das Korn werden, so schmecken sie am besten. Das Rezept ergibt etwa 5 Tassen Sprossen.

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